Kaufable - Der Podcast von Erik Reintjes und Johannes Altmann

Kaufable - Folge 5: Kaufwünsche und der nüchterne Ausblick auf den Handel.

Johannes Altmann & Erik Reintjes

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Warum wir Dinge kaufen, die wir gar nicht brauchen

Angefangen hat diese Folge mit einer harmlosen Kundenfrage über Puppen. Fünf Minuten später waren wir mittendrin in der Frage, die uns beide seit Jahren nicht loslässt: Warum kaufen Menschen eigentlich Dinge, die sie gar nicht brauchen?

Erik erzählt von seinem Mountainbike – gekauft nicht, weil das alte kaputt war, sondern weil da dieser Drang war, dieses „ich will das jetzt". Hannes gesteht seine Stanley-Kühlbox, die Getränke drei Tage kalt hält und die er vielleicht nicht unbedingt braucht. Inspiriert von Amerikanern in Kalifornien, die ihre Yeti-Boxen durch die Gegend schleppten.

Genau darum geht's: Ein Bedarf ist ein Loch in der Socke. Ein Wunsch fängt immer mit einem Bild an – und mit anderen Menschen, bei denen wir etwas sehen und denken, so möchte ich auch sein.

Wir sprechen darüber, warum Farrow & Ball dreimal so teuer sein darf, warum MissPompadour funktioniert, obwohl Farbe technisch austauschbar ist, und warum ausgerechnet Decathlon und Action ohne große Markengeschichte so gut laufen.

Und dann wird's unbequem: Hannes hat in Fokusgruppen 100 Wohnzimmer fotografieren lassen und mit Konsumenten diskutiert. Ergebnis – die schön gebauten Inspirationswelten in Onlineshops interessieren wirklich niemanden. Echte Wohnzimmer sind zusammengewürfelt und pragmatisch. Inspiration holen sich Menschen längst woanders.

Was das für Händler bedeutet, die keine Marke sind? Da wird Erik ziemlich deutlich. Und zum Schluss erzählen wir von einem Nähmaschinenhändler im Bayerischen Wald, der genau das richtig gemacht hat.