Kaufable - Der Podcast von Erik Reintjes und Johannes Altmann
Wie baut man Produkte, die Menschen wirklich kaufen? Erik Reintjes (Mitgründer MissPompadour) und Hannes Altmann (User Researcher, Gründer Shoplupe & pinops) diskutieren, was zwischen Produktidee und Umsatz passiert – und was dabei schiefgeht.
Es geht um Produkte, Marken, Preise, Absatzkanäle, Community und Konsumtrends. Erik bringt die Praxis des Markenmachers mit, Hannes die Perspektive aus tausenden Gesprächen mit echten Konsument:innen. Gemeinsam beantworten sie die Frage, die am Ende jeder Maßnahme steht: Wie mache ich damit Umsatz?
Ohne Schischi, ohne Buzzword-Bingo – dafür mit klaren Meinungen, echten Beispielen und dem festen Glauben: Kundenorientierung ist kein Poster an der Wand, sondern der einzige Weg zu Produkten, die sich verkaufen. Für alle, die in DACH Marken bauen, Produkte machen und verkaufen.
Kaufable - Der Podcast von Erik Reintjes und Johannes Altmann
Kaufable – Folge 2: Die Sache mit den personal Brands. Strategie oder Schwachsinn?
Use Left/Right to seek, Home/End to jump to start or end. Hold shift to jump forward or backward.
Ist Hannes eigentlich der Rockstar der E-Commerce-Bühne – und bringt jede seiner Keynotes automatisch neue Kunden ins Haus? Und müsste Erik sich noch stärker als Personal Brand positionieren, um am Ende auch mehr zu verkaufen?
In dieser Folge nehmen wir ein Thema auseinander, das kaum jemand mehr hören kann und an dem trotzdem niemand vorbeikommt: Personal Branding.
Was ist eine Personal Brand eigentlich wirklich? Wie wird man zu einer? Wer profitiert davon, den Mantel einer starken Personenmarke zu tragen – und wann wird aus Sichtbarkeit bloße Selbstdarstellung?
Wir sprechen darüber, ob Personal Brands Vertrauen schaffen, Reichweite in Umsatz verwandeln und Unternehmen voranbringen können. Aber auch darüber, wann sie nerven, unglaubwürdig wirken oder größer werden als das eigentliche Angebot.
Eine Folge für alle, die sich fragen, ob sie selbst zur Marke werden müssen – oder ob wir endlich einen Haken hinter das Thema machen können.
Willkommen zum Kaufable Podcast, Folge Nummer 2. Ich bin Johannes Altmann und telefoniere wieder mit Erik Reintjes. Hi Erik.
SPEAKER_00Schönen guten Morgen. Noch als kleine Info, diese Folge wird gesponsert von Shopware.
SPEAKER_02Gut, dass wir es erwähnt haben. Wir sind der erste Podcast, der bei der Folge 2 schon einen Sponsor hat.
SPEAKER_00Das ist schon eine Leistung, da kann man nichts gegen sagen.
SPEAKER_02Ja, aber wir müssen auch liefern. Wie geht's dir denn sonst so?
SPEAKER_00Du, eigentlich ganz gut. Voll in den Vorbereitungen für Q3, Q4. Wir haben jetzt im August den Monat ausgerufen, jede Dose zählt. Wir müssen jetzt unser Sommerloch wieder auffüllen. Das heißt, Großkampf fängt jetzt an und dann geht es natürlich Schlag auf Schlag auf September, Oktober, November. Die, die heute das erste Mal zuhören, die es vielleicht nicht wissen, ich bin Mitgründer und Co-CEO, das ist eigentlich auch so ein dummes Wort. Also ich bin einfach Co-Geschäftsführer von Bis Pompadour und wir verkaufen Farbe. Und unsere heiße Farbe, unsere heiße Phase kommt jetzt, genau.
SPEAKER_01Warum muss man eigentlich Co sein? Co-Begriff gibt es eigentlich gar nicht.
SPEAKER_00Nee, aber ich habe ja mit meiner Schwester zusammen gegründet und in dem Zuge, als wir damals auch den ersten Investor bei uns reingeholt haben, haben wir gesagt, wir machen zwei GeschäftsführerInnen, sozusagen, damit es auf zwei Schultern ist und falls einer mal sich das Bein bricht oder so oder tot umfällt, dass der andere noch unterschreiben kann. Also reine Sicherheitsgründen. Ich glaube, um ganz ehrlich zu sein, und falls meine Schwester diesen Podcast hört, aber der echte Geschäftsführer dieses Unternehmens ist meine Schwester. Und das ist auch total okay. Also, nein, wir teilen uns das ganz gut auf. Hallo Astrid, gut machst du das.
SPEAKER_02Yes!
SPEAKER_00Wie geht's dir?
SPEAKER_02Gut, ich habe ja gerade schon gesagt, ich bin ein bisschen schlecht vorbereitet. Also ein Tacken müde ja auch, weil das sind jetzt ja die Wochen oder die Tage, wo du ja nur von einem Kinderfest zum anderen rennst. Schulabschlussfest, Schulsportaufführungen, Schulkonzerte. Ja, dazu bin ich froh, wenn wir das überstanden haben. Da können wir mal normal das Leben wieder genießen.
SPEAKER_00Findest du eigentlich schmal, dass wir in Deutschland so verkrampft daran festhalten, weiterzuarbeiten, statt einfach zu sagen, wie alle anderen Länder Juni, Juli, August, lasst uns den Laden zusperren?
SPEAKER_02Es ist hey, die Top-Frage, weil man zurzeit die ganze Zeit denkt, es macht null Sinn, dass wir so tun, als würden wir arbeiten. Null. Ich habe letztes Jahr den Stress des Jahrhunderts gemacht, wo ich gedacht habe, ey, wir sind so unter Plan im Sommer, das geht gar nicht. Und dieses Jahr, denke ich mir, das macht überhaupt keinen Sinn, weil ich begleite ja Unternehmer bei ihrem Tun und die sind aber nicht da. Und die großen Firmen, die sind nicht entscheidungsfähig, weil immer einer fehlt. Jetzt fangen ja, ich glaube, in NRW die Ferien total früh an, in Bayern total spät. Aber in Summe haben wir eigentlich Juli, August bis Mitte September läuft hier eigentlich nichts. Und ich finde das, eigentlich sollte man zu sperren.
SPEAKER_00Ja, aber wir tun immer so, als ob was läuft, statt dass die Leute. Also mich stresst es richtig, weil, wie du gerade schon gesagt hast, Juni ist bei uns historisch immer der schlechteste Monat. Weil wenn es warm ist, streicht halt keiner. Was auch total fair ist. Aber irgendwie sind wir trotzdem im Mindset immer so, ja gut, es ist halt ein Monat und man muss das Ziel erreichen und dann erreicht man es natürlich nicht, zumindest das, was man sich vorgenommen hat. Aber es wäre eigentlich so viel entspannter zu sagen, komm, ich gehe in meine Blockhütte für drei Monate, das den Laden zumachen, so wie es die Schweden machen, die Norweger machen, die Dänen, die Franzosen.
SPEAKER_02Ja, holst mal Luft oder machst was anderes, liest ein Buch und kommst dann wieder richtig entspannt zurück. Ja, so kommst du so halb gefrustet zurück, alles ist unter Plan, alle Zahlen auf Rot. Das ist eigentlich totaler Messer.
SPEAKER_00Und wir wachsen trotzdem nicht schneller als die anderen. Ja, wirtschaftlich.
SPEAKER_02Ja, ich glaube, das deutsche Modell muss uns zurzeit sowieso ganz stark überdenken, was da noch geht und was eigentlich keinen Sinn mehr macht. Ja, absolut.
SPEAKER_00Aber spannendes Thema, da kann man wahrscheinlich auch irgendwann mal reingehen, wie man das deutsche Konzept verbessert vielleicht.
SPEAKER_02Oder verschlechtert. Was beschäftigt dich sonst die Woche? Was steht an?
SPEAKER_00Ach so, ich mache ja auch einige Speakings und bei mir kommt jetzt sozusagen wieder die Phase der Buchung fürs zweite Halbjahr. Das heißt so, jetzt so, der Kalender füllt sich, einfach viel schauen, was dann September, Oktober, November passiert. Das ist ja dann auch immer das Spannende, dann kommt ja auch immer alles auf einmal.
SPEAKER_02Naja, das stimmt allerdings.
SPEAKER_00Und sonst, da ich ja frisch gebackender Papa bin, hat das Kind natürlich auch viel Fokus und Hitze überstehen. In Wien hat es heute, glaube ich, wieder 40 Grad. Das letzte Mal hoffentlich.
SPEAKER_02In Wien da steht die Hitze so in der Stadt drin.
SPEAKER_00Richtig, richtig. Aber immerhin haben sie sich hier schon mal durchgerungen, dass Wärmepumpen doch nicht so teuflisch sind.
SPEAKER_01Ja, weil sie auch kühlen können.
SPEAKER_00So ist es.
SPEAKER_01Das hat ja keiner erzählt am Anfang.
SPEAKER_00Der Lindner ist noch nie nach Wien gefahren.
SPEAKER_02Das stimmt allerdings. Herrlich. Ja, ich war gestern bei einem Coach. Das war eigentlich total gut, habe ich noch nie gemacht, das ist ein Freund von mir, der sitzt eigentlich so viel in Advisory Boards und Aufsichtsräten und so. Wie kommt man da eigentlich rein? Habe ich ihn auch gefragt. So richtige Antwort hat er mir auch nicht gegeben. Ich glaube, du musst das einmal schon gemacht haben und dann kommst du immer wieder rein. Er kommt halt immer über die Investoren rein. Der Investor schickt da irgendjemand dazu und das ist schon ein ganz cooler Job. Und er ist fallen wirklich extrem gut. Und ich bin dahin, als Jamaerhaufen und habe gesagt, ich weiß nicht, ist irgendwie alles so kompliziert in meinem Leben. Dann haben wir das aufgeräumt und dann denke ich mir wieder, so ein extern einfach mal so eine Meinung, das ist einfach schon Gold wert. Das machen wir echt gut.
SPEAKER_00Also war es jetzt mehr Live-Coaching oder mehr Work-Coaching oder beides zusammen?
SPEAKER_02Das war eigentlich beides zusammen. Erst das eine und dann das andere. Das hängt ja auch super eng zusammen, wenn du Unternehmer bist. Und der hat auch gesagt, du entspann ich mal. Also ich war früher, also es ist Sommer, im Sommer geht halt nichts. Und er hat früher mal den Christbaumlad von seinen Eltern übernommen. Also er hat mir Christbäume verkauft.
SPEAKER_00Krass, da bist du wirklich nur auf zwei Wochen.
SPEAKER_02Ja, genau. Du brauchst auch nicht im August jammern, dass du keinen Umsatz machst. Das musst du halt planen, ist halt so. Und dann das hat mir total erleichtert. Ich bin mit so einem coolen Gefühl gestern nach Hause gefahren. Es war perfekt.
SPEAKER_00Also würdest du empfehlen? Auch an alle harten Hunde da draußen, die sagen, Coaching, sowas brauche ich nicht.
SPEAKER_02Ich glaube, das ist total schwer, den richtigen zu finden, dass das halt so matcht. Also super schwer, aber in dem Fall, wir kennen uns ja schon seit 20 Jahren.
SPEAKER_00Magst du den empfehlen? Er macht es nicht. Ah, okay, ist nicht offiziell.
SPEAKER_02Ja, genau. Aber genau, aber ich würde es empfehlen. Doch, ich glaube schon. Ist ja auch in anderen Ländern typischer als bei uns, oder? Also, dass du, weißt du, der Amerikaner hat jeder sein Psychologen und bei uns musst du dich irgendwie allein durchs Leben wurschteln.
SPEAKER_00Ja, ich hatte, das war ganz spannend, weil ich hatte mit einer Bekannten gesprochen, die hatte einen ziemlich großen Exit gemacht im Consumerbereich vor ein paar Jahren. Und ich hatte sie dann einfach mal aus Interesse gefragt, wie sowas eigentlich läuft und so weiter. Und das Erste, was sie gesagt hat, war, sie hat sich einen Kommunikationscoach geholt, also ein Verhandlungscoach und dann noch einen, der diesen Prozess mit ihr begleitet.
SPEAKER_02Also nicht innerzell, sondern emotional oder wie?
SPEAKER_00Ja, oder auch einfach sie strukturiert, weil mal so eine Due Diligence ist ja schon hart und du bist ja viel in Verhandlungen, du musst dich sehr viel rechtfertigen. Und sie hat den dann einfach oder hat die beiden dann genommen, aus London, glaube ich, sogar, also auch sehr international gedacht, die sie dann durch diesen Prozess durchgecoacht haben. Und dass das jetzt dieser Case ist, war jetzt gar nicht mal so das Wichtige, sondern ich würde gar nicht so auf die Idee kommen. Also, das war das, was ich spannend fand. Mir für bestimmte Bereiche jemanden zur Seite zu holen. Ob es jetzt ein Exit ist, ob es jetzt ein Internationalisierung im Unternehmen ist, jemanden zu holen und zu sagen, hey, du bist Profi in dem Bereich, unterstütz mich die nächsten drei bis sechs Monate, dass ich da nicht allein durchgehen muss. Weil wir sind ja immer so, wir müssen alles allein machen und nur ein starker Unternehmer ist ein guter Unternehmer. Ja, das stimmt. Aber eigentlich können wir ja nichts, außer irgendwie Fäden zusammenführen, weil ihr inhaltlich.
SPEAKER_02Und gestern ist mir das halt aufgefallen, mach mir, kommst du halt einfach selber nicht mehr weiter. Also dann fürchten wir Selbstgespräche mit Claude und Co. Aber es funktioniert halt nur so bedingt. Der hat halt gestern fünf Sachen reingepiekst und fünfmal gedacht, fuck, eigentlich. Ah, gleichzeitig habe ich mir zum zweiten Mal einen LinkedIn-Coach geholt. Und ich fühlte sich immer total bescheuert an. Und ich sage, nein.
SPEAKER_00Aber ganz ehrlich, schreib doch einfach, was dir in den Kopf kommt. LinkedIn funktioniert wirklich am besten, wenn du einfach die Themen spannend schreibst, die du eher erlebst.
SPEAKER_02Ja, aber ich glaube, dass du ja eine andere Aufgabe über LinkedIn als ich. Du bist ja Miss Pomper, du und für dich hat der LinkedIn mal per se null Relevanz. Mir wird immer vorgegaukelt, dass ich theoretisch über LinkedIn Kunden gewinnen könnte. Dann habe ich gesagt, ich glaube, ich habe meinem ganzen Leben noch nicht einen einzigen Kunden über LinkedIn gewonnen. Es ist ja nur ein Telefonbuch. Und ich kann es auch selber nicht mehr lesen, diese ganze Shit, der da drin steht.
SPEAKER_00Also Punkt 1, unwichtig, stimmt nicht ganz, weil ich glaube, ich habe jeden wichtigen Kontakt über LinkedIn kennengelernt. Also auch jeden Investor, jeden Produzenten. Ach, okay. Weil die schreiben dann, die schreiben dann irgendwann mal, weiß nicht, einer unserer Farbproduzenten, der hat mir dann halt irgendwann mal geschrieben, hey, ich sehe da, was ihr macht. Also das ist, glaube ich, das Wichtige, ich sehe, was ihr macht. Wollt ihr nicht mal zu uns kommen und dann sind wir hingefahren und jetzt ist er einer unserer größten Produzenten oder unser zweiter Investor, der reingegangen ist, die Dorfner Gruppe, über Mirko. Der Mirko, der ist das CEO, der hat mich halt auf LinkedIn angeschrieben und hat gesagt, hey, wollen wir einfach mal quatschen. Da ging es doch gar nicht um Investments und das kann man einfach. Und dann sind Assel und ich nach Hirschau gefahren und haben uns da mal angeschaut, was die machen. Also deshalb, es ist, ja, es ist für mich nicht relevant, um Sales zu generieren. Das ist, glaube ich, für die wenigsten in meiner Position. Aber für wirklich gute Kontakte ist es meiner Meinung nach immer noch der beste Ort.
SPEAKER_02Eigentlich ist es alternativlos, genau. Ich habe es ein bisschen aufgegeben und dachte mir, boah, das nervt mir alles total. Aber dann habe ich diese LinkedIn-Coach, dann habe ich auf einer Veranstaltung kennengelernt und dann habe ich den jetzt ein halbes Jahr verfolgt mit allem, was er so macht. Und ich fand einfach gut. Und auch da brauchst du, Mama, irgendwie finde ich den klaren Blick. Was musst du machen? Wie formulierst du es gut? Was kommt danach? Der hat gesagt, ja, Johannes, was machst du? Und ich gesagt, ja, bam, bam, bam, bam. Tolles Marketing, was du machst. Und was hast du für einen Akquiseprozess? Und ich habe gesagt, ich dachte, das ist der Akquiseprozess. Okay, nee, ist er nicht, musst du anders machen. Wie auch immer. Ich habe den übrigens kennengelernt auf der This is Marketing-Konferenz.
SPEAKER_00Das ist Marketing. Die haben mich übrigens noch nie eingeladen, gern mein. Ich habe die Baulix eingeladen. Gehen die Baulix nicht da hin. Da gehen die Baulix hin. Na gut, dann will ich da glaube ich nicht auf die Bühne. Doch, das musst du machen.
SPEAKER_02Ich muss ja ausdrücklich dafür werben. Okay, okay. Es war letztes Jahr im November. Und es war riesengroß, da kommen 5000 Leute. Die sind alle super motiviert, innerhalb mega, die Baulix auf der Bühne. Die Baulix ist ja im Prinzip sehr unerträglich. Aber dann sagt der halt, hey, he said, this business. Also, ich habe halt hier eine Rolex. Und wenn ich über die Rolex spreche, dann fühlt ihr euch irgendwie angesprochen. Wenn es so nicht wäre, würde ich nicht über die Rolex sprechen. Denke ich mir, okay, du sagst. Also das ist ja einfach alles Strategie, alles durchdacht, alles eine riesige Show. Ob die, wie die dann wirklich sind, weiß nicht, aber auf der Bühne, der Inhalt war total cool. Und ein eines ist es das Aha-Elebnis des Tages, fragt der Moderator, wer von euch will, ist hier, um danach a personal brand zu werden. Und dann haben 5000 Menschen in die Hand gehoben. And ich dachte mir, ey, alter Schwede, a personal brand. Für mich das Unwort des Jahrhunderts. Was ist eine Personal Brand? Also braucht man es eigentlich? Wer will es sein? Wer ist es nicht? Und ich denke mir immer, also ich hatte einmal so kurze Phase, wo ich gedacht habe, ich bin hier Rockstar und bin dann zum Shopware Community Day hingefahren, hatte kein Ticket dabei und stehe hinten am Eingang und sage, ich bin's. Entschuldigung, ich brauche ein Ticket für ihn. Hä, ich bin's. Ich darf die nicht reinlassen. Hast du ein Problem, nicht ich. Also, das ist so ätzend eigentlich. Das hat sie wieder gelegt bei mir. Aber das ist ja Rockstar-Allien. Und du brauchst ja nur in einen anderen Eingang reingehen, da ist der Deutsche Zahnarztkongress und erkennt dich halt keine Sau. Und jetzt unterscheidet denen halt, ob du Robbie Williams bist oder eine LinkedIn Personal Brand. Und deshalb bin mit dem Thema offensichtlich wichtig oder nicht wichtig, ich weiß es nicht, aber ich bin ein bisschen auf Erforschungsphase.
SPEAKER_00Genau, bevor wir da tief reingehen, würde ich sagen, jetzt haben wir ja einen Türöffner zu Shopware. Starten wir mal kurz die Werbung.
SPEAKER_02Ja, und ich habe übrigens bei Shopware immer jetzt ein Ticket dabei. Diese Folge wird präsentiert von Shopware. Shopware ist die führende Open Source E-Commerce Plattform für die komplexen Anführungszeichen B2B-Unternehmen und wird weltweit von rund 55.000 Händlern genutzt. Intelligent Betriebssystem for the digital handle verbindet Shopware, an offense kern and a API-First Architectural with support answering functions. So let's follow up. Dabei behind Händler the full control over their data, their technological infrastructure and your before this bereitstellungsmodel, obspace or self-hosting. Diese offense schafft the freiheit for innovation schnell, sicher and skalierbar umzusetzen. Gleichzeitig ist Shopware konsequent auf Agenda ECOMAS vorbereitet. Diese Verbindung aus B2B, Kompetenz, Offenheit und Agenda Readiness macht Shopware zur zukunftsfähigen Plattform für den modernen Handel.
SPEAKER_00Solltet ihr Fragen zu Shopware und Shopware 6 haben, könnt ihr mir auch gerne mal auf LinkedIn schreiben. Mir auch. Werbung Ende.
SPEAKER_02Werbung Ende. Bist du eine personal Brand? Siehst du dich als eine personal Brand?
SPEAKER_00Also vielleicht zur Transparenz. Und das ist ja auch nicht schlimm. Wir haben die Folge ja schon mal aufgenommen und haben, das aber, das war ja ein bisschen so eine Testaufnahme. Und im Nachgang habe ich eigentlich nochmal überlegt, was ich dann eigentlich alles gesagt habe. Und bin dann auch nochmal über neue Dinge gestolpert.
SPEAKER_01Wir nehmen jetzt hier die Folge einfach zweimal auf.
SPEAKER_00Genau, manchmal muss man Dinge. Nein. Aber also, ich sehe mich nicht als Personal Brand. Weil, und das habe ich ja damals auch schon gesagt, ich immer in der Rolle des Geschäftsführers von Miss Pompadour agiere. Das heißt, alles, was man von mir sieht, was auf LinkedIn stattfindet und mehr gibt es ja nicht, oder wenn ich auf der Bühne stehe oder wenn ich bei Podcasts bin oder so, wie wir jetzt diesen Podcast hier machen, das ist immer ein bisschen in der Rolle des Unternehmers. Mein Privatleben oder wie ich mein Leben gestalte, wo ich in den Urlaub hinfahre, welche coolen Kooperationen ich mache und so weiter, die ich nicht mache, aber die ich machen würde, das stelle ich nicht dar. Weil, und das ist für mich eigentlich so die Definition der Personal Brand, ist, ich versuche ja, mich als Person hervorzuheben in der Rolle eines Unternehmers, indem ich dann das vermeintliche Leben des Unternehmers oder der Unternehmerin zeige, was wiederum andere Leute sehen wollen, weil sie denken, dass es was Cool ist. Und da, das will ich halt nicht. Also ich will nicht, dass Menschen wissen, wie ich wohne, wo ich in den Urlaub hinfahre, weil ich ja eigentlich mein Leben neben Miss Pompadour ist ja ein ganz anderes. Und deshalb, und da tue ich mich total schwer, das will ich auch nicht, das so miteinander zu verbinden. Deshalb will ich für mich persönlich die Definition oder ist es nicht die richtige Definition. Ich sehe mich als ein bisschen als unternehmerisches Gesicht von Miss Pompadour. Und dadurch lerne ich halt Leute wie dich kennen, lerne ich Investoren kennen, lerne Produzenten kennen und so weiter. Und dafür brauche ich schon eine gewisse Outgoing. Also dafür muss ich mich nach außen präsentieren, aber in einem sehr kleinen Maß. Und wie du schon gesagt hast, wenn ich auf einen Zahnarztkongress gehe, kennt mich keiner mehr. Wenn ich auf den E-Commerce Day in Berlin gehe, da kennen mich dann vielleicht 20 Prozent der Leute. Nicht mal da kennen mich alle.
SPEAKER_02Ja, ja, ist.
SPEAKER_00Und das ist okay. Aber es kennen mich die, die mich kennen müssen und das ist das, was wichtig ist.
SPEAKER_02Na, was sagen wir jetzt, deine Schwester, die Astrid, die hat es ja eigentlich anders angefangen, oder? Weil die, also ist jetzt, also, was hat die eigentlich gemacht? Die ist ja in Kommunikation mit denen zum Kunden gegangen, was jetzt auch nicht, eigentlich macht ja auch nicht eine Personal Brand aus, sondern das ist eigentlich das A und O eines Unternehmens, dass du mit dem Kunden kommunizierst.
SPEAKER_00Sie ist nie diesen Schritt gegangen. Also wir haben damals gesagt, wir hatten halt kein Geld für Marketing und ich habe das Handy ins Gesicht gehalten während Corona und habe gesagt, so, wir müssen den Leuten jetzt irgendwie erzählen, was unser Produkt kann. Berate die Leute mal so, wie du die Kunden auf der Fläche beraten würdest. Der nächste logische Schritt, den dann ganz viele Unternehmerinnen, und es sind schon mehr Frauen als Männer, es werden immer mehr Männer, aber historisch gesehen sind schon mehr Frauen, also das ganze Influencer-Ding ist schon mehr ein weibliches Thema, finde ich. Eigentlich wäre der logische Schritt dann gewesen zu sagen, ja, und ich bin übrigens auch vierfache Mutter und ich fahre und mache dies und das und ich habe natürlich auch Probleme wie alle anderen auch. Unternehmer haben jetzt auf einmal alle Probleme wie alle anderen Menschen auch. Ja, ach nee, weil wir sind da nur Menschen. Dafür haben wir. Warum fangen Unternehmerinnen und Unternehmer eigentlich irgendwann das Jammern an? Das habe ich noch nicht so ganz verstanden. Naja, können wir da gleich nochmal drüber reden. Weil sie keinen Coach haben. Nee, aber genau. Und diesen Schritt ist sie aber nie gegangen. Für Astrid gab es auch immer die Grenze, ich bin Astrid von Miss Pompadur. Als wir Kinderzimmer gestrichen haben in Videos, hat sie natürlich gesagt, naja, ich habe Erfahrung da drin, weil ich habe selber vier Kinder, aber mehr kam nicht. Was die Kinder anziehen, weiß keiner, auf was für Schulen die Kinder, was für einen Kinderwagen, also diese ganzen Dinge, die jetzt Personal Brands machen, weil du musst ja den Accounts nochmal folgen, das sind ja eigentlich Influencerinnen, die ein Unternehmen haben und sie versuchen über das Influencerinsein, ihrem Unternehmens Sales zu generieren.
SPEAKER_02Naja.
SPEAKER_00Aber das wollte Astrid halt nicht und das ist auch total fein.
SPEAKER_02Ja, okay. Aber jetzt gibt es ja eigentlich zwei, also erstens, du hast ja kein Geld. Ich glaube, das ist so ein Punkt, oder? Warum du sagst, wenn ich kein Budget habe, dann schmeiße ich mich halt selbst in den Ring. Da gibt es zwei Modelle. Die einen sagen ja diese Fake it till make it. Und die anderen sagen, Build in Public. Das sind ja eigentlich zwei so gegensätzliche Modelle. Das Faken habe ich das Gefühl, nimmt ein bisschen ab, weil jetzt genau die Sachen passieren, die du gerade sagst, ich bin eigentlich psychisch krank, ich war in der Schule auch super schlecht und jetzt bin ich trotzdem ein toller Unternehmer, obwohl ich hier keine Ahnung was alles für Probleme habe. Das finde ich dann auch grenzwertig, weil es halt so weit von der Firma weggeht. Aber ich verfolge zum Beispiel, schau mal, aber den Namen weiß ich gar nicht mehr, wo er so berühmt ist. Der Gründer von OACE.
SPEAKER_00Ja, es gibt zwei.
SPEAKER_02Ja, der gibt ja den mit den Chef.
SPEAKER_00Aber den Jan, den Jan.
SPEAKER_02Ja, genau, den Jan. Den finde ich ja ultra sympathisch und der führte eigentlich eher so einen Vlog, oder? So, mein Leben, da wohne ich, das mache ich. Das hat mit der Firma ja gar nichts zu tun. Du musst ja Fan von ihm selber werden und das ist ja das, was du. Sagst du, das würde ich nicht machen wollen, weil da bist du. Der hat jetzt keine Kinder, da ist vielleicht nochmal was anderes.
SPEAKER_00Also, es ist sehr schwierig, da sehr das zu sagen, was ich wirklich denke, weil in der heutigen Zeit wird ja auf Social Media sowas auch immer gern zerrissen. Was ich immer super schwierig finde an diesen Persönlichkeiten, ich gehe da jetzt gar nicht auf Jan direkt ein, ist, es ist immer derselbe Weg. Also das sind alles Leute, oft junge Leute, da können wir uns ja jetzt schon ein bisschen rausnehmen, aber ich war auch 30, als ich gegründet habe. Da hustelt man, da ist man voll im Unternehmen und dann wird dieses Unternehmen größer, man wird erfolgreich und dann switcht das oft zu es geht gar nicht mehr so ums Unternehmen, sondern es geht um die Persönlichkeit. Auf einmal trifft man interessante Leute. Das zeigt man dann nach außen. Dann fährt man auf einmal schnelle Autos. Dann kommt man in diesen Unternehmerflex, ne? Ja, ich bin auf Zypern, ich bin in Südafrika, ich fahre Porsche und vermeintlich schmeiße ich mein Unternehmen so nebenher, das ist alles überhaupt kein Problem. Und ich gehe schön essen. Und es ist immer dieselbe Ablauf. Unternehmer sein, hart hasseln, erfolgreich sein und dann auf einmal in diesen Luxury, Rich Lifestyle abrutschen und allen zeigen, wie geil dieses Leben ist. Und du kannst es auch erreichen. Und dann stehst du auf einmal da und machst irgendwelche komischen Spendenaktionen im Stangelwirt und so. Und ich denke mir so, das ist für mich nicht, wie ich als Unternehmer wahrgenommen werden will. Das ist auch nichts, was ich erreichen will. So, das ist, ich habe auch keinen Bock, 100 TikToks am Tag rauszuhauen. Ja, weil das ist ja auch immer, und man muss ja auch immer schauen, wofür will man. Also ich könnte nachts nicht schlafen, wenn 50% der Leute mich in Social Media hassen würden, weil ich vermeintlich eine Person bin, so wie ein Christian Wolf jetzt zum Beispiel, wo Leute, 50% der Leute würde ich sagen, hassen ihn öffentlich und 50% lieben ihn. So, das ist ja überhaupt nicht, wie ich immer, wie ich leben will.
SPEAKER_02Ja, wozu eigentlich, ich habe statt zu kämpfen, wenn ich weiß, einer mag mich nicht.
SPEAKER_00Ja, und jetzt kannst du sagen, geil, sein Unternehmen macht irgendwie, was machen die jetzt? Keine Ahnung, 400 Millionen Umsatz oder sowas. Das ist sicher auch dadurch entstanden, weil er als persönliche Marke sich so nach außen gibt. Aber ganz ehrlich, da tue ich lieber eine Null beim Umsatz weg und habe ein friedliches, schönes Leben.
SPEAKER_02Ja, ja, also. Als mich da diesen. Es hat halt enorme Nachteile. Also ich finde es gut, wenn du sagst, du hast nicht ausreichend Budget oder keine andere Strategie und du musst dein Unternehmen beschleunigen und das machst du mit deiner Person. Ich finde das mega legitim, wenn du jetzt, wie jetzt in meinem Business, dass du sagst, ich biete ja eine Serviceleistung an, ein Consulting, eine Dienstleistung oder so, dann ist das ja auch, dann musst du Informationen drüberbringen, es macht Sinn, du musst Glaubwürdigkeit drüberbringen, es macht Sinn, dass du es selber machst. Und so, wenn es damit jetzt nichts zu tun hat, wie jetzt bei OAs, theoretisch wie bei euch, theoretisch wie bei Snox, dann ist es eigentlich nicht notwendig. Ich weiß nur nicht, warum er es dann trotzdem macht.
SPEAKER_00Genau, aber der Johannes hat immer gesagt, und da habe ich sehr großen Respekt vor, irgendwann hat er es ein bisschen verlassen, aber eine Zeit lang hat er es gesagt, er ist in diesem Unternehmerbereich sehr bekannt, da kennt ihn jeder. Aber wenn er in Mannheim auf die Straße geht, kennt ihn keine Sau mehr. Und so will er leben. Und das finde ich okay. Klar, jetzt hat er irgendwie seine Hochzeit sehr öffentlich gemacht und war er dann auch in dieser ARD-Doku und jetzt geht er, glaube ich, auch zur Höhle der Löwen. Also dieser Reiz, dann irgendwann doch in der Öffentlichkeit zu stehen. Aber ich konnte nicht alles laufen, ich hatte sich wahrscheinlich lang.
SPEAKER_02Also wir können den Laden, aber ich kenne sie nicht.
SPEAKER_00Die musste jetzt ihre Preise erhöhen für die Pinsel. Und die hat so einen dermaßen Shitstorm bekommen, weil sie halt auch persönlich so angreifbar ist dann als Personal Brand. Weil die Leute können ja da nicht mehr.
SPEAKER_02Irgendwie hängen nicht.
SPEAKER_00Wir hängen gerade, ne?
SPEAKER_02Ja, ich weiß noch nicht, wer es ist, aber ich kann es auch nicht ändern. Weiter geht's. Jetzt schaut es gut aus, oder?
SPEAKER_00Ja, jetzt schaut es, glaube ich, ganz gut aus. Genau, also die hat, falls es gerade gehangen hat, Miriam Jacks, die hat, musste Preise erhöhen für ihre Pinsel und die hat dann so einen Shitstorm bekommen, weil die Kunden gar nicht mehr trennen konnten zwischen der Person, der Personal Brand und dem Unternehmen. Also dass das Unternehmen im Endeffekt wirtschaftlich sein muss, Preise müssen logisch sein, der Markt verändert sich, Einkaufspreise verändern sich und dann kam halt dieses, ja, du trägst ja nur noch Luxuskleidung, du wanderst irgendwie aus nach Zypern, alles, was sie halt öffentlich dargestellt hat. Und da ist, das ist halt super gefährlich, weil dann irgendwann sagen die Leute, ja, also da kaufe ich ja nicht mehr, weil dann nicht sie, aber der Person bezahle ich doch jetzt nicht den Porsche. Und ich finde, das ist auch ganz gefährlich. Es kann schnell kippen von wow, sie ist so eine erfolgreiche Unternehmerin oder er ist so ein erfolgreicher Unternehmer, deshalb unterstütze ich ihn zu warum soll ich dem denn jetzt sein Lifestyle unterstützen?
SPEAKER_02Ich finde, das Unternehmer ist eine Tätigkeit, es ist vielleicht noch eine Lebenseinstellung, dass du das machst und riskierst, aber ich finde, es ist halt kein Lifestyle. Ich finde nicht, dass wir als Unternehmer komplett anders sind als der Rest der Republik. Und deshalb finde ich es halt so seltsam, dass man sich so darstellt, als hätte ich gerade ein Grammy gewonnen, obwohl ich einfach im Prinzip halt einen Online-Shop betreibe und Farben verkaufe oder hier eine Marktforschung betreibe und mit Menschen sprech. Und das wird halt immer, also das ist bestimmt eine natürliche Faszination, wenn dich jeder kenne und du kannst halt Geld verdienen und so, und das ist ja ein zweites schönes Einkommen und so, deshalb ist es halt ein eigenes Modell, aber ich glaube, es hat mit dem, was wir jetzt meinen, dass du eine personal Brand-Themen machst, um dein Unternehmen zu beschleunigen, nichts damit zu tun, dass du sagst, ich bin ein Personal Brand, so standalone. Ich bin jetzt ein Star.
SPEAKER_00Ja, also es werden dann immer so beide Spiele gebracht wie Kim Kardashian, das ist wahrscheinlich die personal brand der Welt, die halt Milliardenunternehmen aufgebaut hat. Aber sorry to say, die ist halt bekannt geworden mit dem Sextape. Ja. Ja, also wie weit, also das ist halt immer dieses willst du dich als Mensch zuprostituieren für dein eigenes tun, damit du da bekannt wirst? So. Sie hat es förmlich gemacht. Und ja, sie ist jetzt super erfolgreich und bla, aber das ist für mich, das ist nichts, was ich nacheifern würde. Das ist nichts, was für mich Definition von Erfolg ist.
SPEAKER_02Also um das mal irgendwie wieder einzugrenzen, rein abzuholen, zu finalisieren, was hätte man jetzt gelernt daraus? Also ich für mich, deshalb war mir den Typen auch cool. Ich für mich, ich bin keine personelle Brand, ich habe da auch null Ambitionen. Ich finde es witzig, mal in meinen Alltag zu filmen, habe ich ein paar Mal gemacht, weil ich habe Spaß daran, das Film zu schneiden und so und kriege ein bisschen Feedback, aber eigentlich ist es ein Quatsch. Ich will aber, für mich war immer sehr, sehr wichtig die Bühne, dass ich auf der Bühne erzähle, was ich mache, wie das funktioniert, was für ein Sinn hat, wie ich darüber denke. Die Bühne, die wird seltener und deshalb brauche ich eine andere Bühne. Und die andere Bühne ist auf Social Media. Und deshalb werde ich das betreiben und machen und finde es für mich wichtig. Das hat aber nichts damit zu tun, ob ich bekannt und berühmt werde, sondern einfach nur, ich brauche eine Bühne, um ein erklärungsbedürftiges Produkt zu erklären.
SPEAKER_00Ja.
unknownDu?
SPEAKER_00Nee, genau. Das ist sozusagen diese. Das ist ja das Schöne, dass du heute sozusagen diese Bühne in deinem Handy hast. Genau. Was ich noch ein bisschen anbringen will, ist eigentlich das Thema Nachhaltigkeit, also in dem Sinne, wie nachhaltig ist die Firma, die du baust, wie lange soll diese Firma bestehen? Und jetzt gerade wird ja vermeintlich auch auf LinkedIn gesagt, ohne Personal Brand musst du gar nicht mehr anfangen, eine Firma zu bauen. Wo ich immer sage, naja, aber ich glaube mal, die Top 100 Unternehmen dieser Welt, bei denen wissen 80 Prozent der Leute nicht, wer die viert. Aber nichtsdestotrotz, und das ist, glaube ich, was auch jetzt aus unserer Erfahrung oder so, wie wir unser Unternehmen bauen, wir bauen unser Unternehmen so, dass es morgen immer noch laufen kann, wenn wir tot umfallen. Wir haben 170 Mitarbeiter, wir haben die Verantwortung, dass das Unternehmen laufen muss. Und dass es meiner Meinung nach die größte Gefahr ist. Oder auch diese viele dieser jetzt sehr jungen Gründer, die haben ja alle auch das Ziel Exit irgendwie. Oder viele. Die wollen schnell eine Firma aufbauen, die wollen schnell bekannt sein und dann diesen vermeintlich schnellen Reichtum haben. Aber wenn deine Firma halt nur an deinem Hintern hängt, wird es schwierig, dass da jemand kommt und sagt, ich kaufe das Ding. Den Hintern, na klar. Und wenn du dann erstmal in die Internationalisierung gehst, da interessiert es dann gar keine Sau, wer du bist. Weil wenn du kein, wenn du nach Polen gehst und du kannst kein Polnisch und dann bist du vielleicht eine tolle Personal Brand in Deutschland, aber international, das schaffst du vielleicht nur als Amerikanerin und Amerikaner, dass du da überhaupt diese Möglichkeit schaffst.
SPEAKER_02Also ich würde sogar ernst draußen, ich glaube, das lenkt sehr stark ab. Du bist auf einer Bühne, du erzählst dein Zeug, du kriegst Applaus, alles ist mega, was für ein Tag, tausend Leute kennengelernt. Das hat aber nicht unbedingt was damit zu tun, ob der Firma funktioniert oder nicht. Und es hat so gar nichts damit zu tun, ob der Firma an Wertsteigerung gewinnt. Und deshalb muss man sich so auch sehr gut überlegen, ob man es wirklich macht und in welchem ausufernden Maß. Das war so mein Jahr. Danke.
SPEAKER_00Und mein letztes Wort davon ist, viele, die ihr da draußen seht, die sehr starke Personal Brands sind und vermeintlich diese Unternehmen aufbauen, die das Unternehmen wirklich aufbauen, tun die Leute dahinter.
SPEAKER_02Ich glaube aus letzter Zeit, dass du da so Insights hast.
SPEAKER_00Da habe ich so ein paar Beispiele und das ist total okay, weil das ist dann halt Marketing, aber lasst euch gar nicht so blenden, weil die COOs und CTOs dahinter und so weiter, die sind die, die die Unternehmen bauen, weil wenn du nämlich viermal die Woche auf einer Bühne stehst und 30 TikToks am Tag drehst, dann fehlt dir die Zeit, dann fehlt dir die Zeit, dass du einem einfach ein Unternehmen baust, weil du weißt es selber, wir haben halt die ersten vier Jahre einfach 14, 16 Stunden am Tag geschrubbt, Pakete gepackt, geschreddert, Buchhaltung gemacht, Content gemacht, ne? Also jeden Abend auf einem Event mit irgendwie Aperol-Spritz schlürfen, damit brauchst du halt kein Unternehmen.
SPEAKER_02Ja, das ist wohl so. Vielen Dank, das war die Folge 2. Wir freuen uns über jedes Feedback. Ich finde, da gibt es viel Feedback dazu. Per LinkedIn, per Mail, wie ihr immer wollt. Nehmt Kontakt zu uns auch, wenn ihr irgendwas zu erzählen habt.
SPEAKER_00Wir haben auch einen Instagram-Account übrigens. Ich glaube nicht, dass super viel drauf passieren wird, weil wir ja keine Personal Brands sind. Aber wir freuen uns natürlich trotzdem, wenn ihr mal kurz vorbeischaut.
SPEAKER_02So ist es. Dann vielen Dank. Bis zum nächsten Mal.
SPEAKER_00Eine schöne Woche. Bis dann. Ciao, ciao.